Windows-Installationsmedium erstellen: USB-Stick oder ISO mit dem Media Creation Tool
Von der LizenzHafen-Redaktion · Stand: August 2026
Wann du ein Installationsmedium brauchst – und wann nicht
Ein Installationsmedium ist ein bootfähiger USB-Stick (also einer, von dem der PC starten kann) oder eine ISO-Datei – ein digitales Abbild einer Installations-DVD. Damit installierst du Windows komplett neu, etwa auf einer leeren SSD, einem selbst gebauten PC oder wenn du ein zugemülltes System sauber neu aufsetzen willst.
Wichtig: Läuft auf deinem PC bereits Windows und du willst nur deinen neuen Key eintragen, brauchst du kein Installationsmedium. Folge dann einfach unserer Aktivierungs-Anleitung – der Key wird direkt in den Windows-Einstellungen eingegeben, ganz ohne Neuinstallation.
Was du brauchst
Einen USB-Stick mit mindestens 8 GB Speicherplatz. Achtung: Der Stick wird beim Erstellen komplett gelöscht – sichere vorher alle Daten, die noch darauf liegen.
Außerdem einen Windows-PC mit Internetverbindung und ein paar Gigabyte freiem Platz auf der Festplatte, denn das Tool lädt die Windows-Dateien zunächst dorthin herunter. Einen Lizenz-Key brauchst du zum Erstellen des Sticks noch nicht – der kommt erst bei der Installation oder danach ins Spiel.
Schritt für Schritt: USB-Stick mit dem Media Creation Tool erstellen
Das Media Creation Tool ist Microsofts offizielles, kostenloses Programm zum Erstellen von Installationsmedien. Du findest es für Windows 10 und Windows 11 über den Download-Kasten oben auf dieser Seite.
- Lade das Media Creation Tool für deine Windows-Version herunter und starte die Datei. Eine Installation ist nicht nötig.
- Akzeptiere die Lizenzbedingungen von Microsoft.
- Wähle – falls das Tool danach fragt – die Option, Installationsmedien für einen anderen PC zu erstellen.
- Prüfe Sprache und Edition. Die Voreinstellung passt fast immer – welche Windows-Edition am Ende installiert wird, entscheidet ohnehin dein Key, nicht das Medium.
- Wähle als Medium den USB-Speicherstick und danach deinen Stick aus der Liste. Kontrolliere den Laufwerksbuchstaben genau – alles auf dem Stick wird gelöscht.
- Warte, bis das Tool Windows heruntergeladen und auf den Stick geschrieben hat. Je nach Internetverbindung dauert das eine Weile – lass es einfach durchlaufen.
- Am Ende meldet das Tool, dass der Stick bereit ist. Klicke auf Fertig stellen – dein Installationsmedium ist einsatzbereit.
Alternative: ISO-Datei statt USB-Stick
Eine ISO-Datei ist das komplette Installationsmedium als einzelne Datei. Das ist praktisch, wenn du Windows in einer virtuellen Maschine installieren willst oder den Stick erst später erstellen möchtest. Unter Windows lässt sich eine ISO per Doppelklick wie ein Laufwerk öffnen.
Im Media Creation Tool wählst du dafür im Medium-Schritt einfach die ISO-Datei statt des USB-Sticks und legst einen Speicherort fest. Alternativ bietet Microsoft die ISO auf der offiziellen Download-Seite auch direkt zum Herunterladen im Browser an – ganz ohne Tool. Den Link findest du ebenfalls im Download-Kasten oben auf dieser Seite.
Wenn der Download abbricht oder das Tool hängt
Das Tool lädt mehrere Gigabyte herunter und zeigt dabei manchmal lange keinen Fortschritt an – etwas Geduld ist also normal. Bricht der Download aber wirklich ab oder friert das Tool ein, gehst du am besten so vor:
- Schließe das Media Creation Tool komplett und starte es neu. Oft läuft es beim zweiten Anlauf sauber durch.
- Prüfe den freien Speicherplatz auf deiner Festplatte. Das Tool braucht Platz für die heruntergeladenen Windows-Dateien – ist die Platte fast voll, bricht es ab.
- Klappt es weiterhin nicht: Lade die ISO-Datei direkt im Browser von Microsofts offizieller Download-Seite herunter. Hakt auch dieser Download, probiere einen anderen Browser.
32 Bit oder 64 Bit?
Falls das Tool nach der Architektur fragt: Wähle 64 Bit. Das ist seit Jahren der Standard, und Windows 11 gibt es ohnehin nur als 64-Bit-Version.
Nur bei sehr alten PCs kann für Windows 10 noch 32 Bit nötig sein – das betrifft heute kaum noch jemanden. Beachte lediglich: Ein 64-Bit-Windows läuft nicht auf einem reinen 32-Bit-Prozessor, die Architektur des Mediums muss also zum PC passen.
Windows 10 oder Windows 11 – das Vorgehen ist gleich
Diese Anleitung funktioniert für beide Versionen identisch, nur die Download-Seite bei Microsoft ist eine andere. Über den Download-Kasten oben auf dieser Seite kommst du jeweils zum richtigen Media Creation Tool.
Zur Einordnung: Windows 10 ist mit Version 22H2 final, neuere Funktions-Versionen erscheinen dafür nicht mehr. Windows 11 steht aktuell bei Version 25H2. Das Media Creation Tool lädt automatisch die jeweils aktuelle Version herunter – um Versionsnummern musst du dich nicht kümmern.
Nach der Installation: Windows aktivieren
Beim Setup kannst du die Key-Eingabe zunächst überspringen und den Key später in den Windows-Einstellungen eintragen. Wie das genau geht, zeigt dir unsere Aktivierungs-Anleitung.
Eine Stolperfalle bei Fertig-PCs und Laptops: Steckt im Gerät ein alter Windows-Key in der Firmware (dem fest eingebauten Speicher der Hauptplatine), installiert das Setup ungefragt dessen Edition – meist Home, obwohl du einen Pro-Key gekauft hast.
Dagegen gibt es zwei Wege: Lege vor der Installation unsere fertige ei.cfg-Datei aus dem Download-Kasten oben auf dieser Seite in den Ordner sources auf dem USB-Stick – dann fragt das Setup nach der gewünschten Edition. Oder stelle nachträglich um: Einstellungen, dann System, dann Aktivierung, dort Product Key ändern und deinen Pro-Key eingeben – Windows wechselt dann auf Pro. Das ist der einzige von Microsoft unterstützte Weg; Kommandozeilen-Tricks aus Foren empfehlen wir nicht.
Häufige Fragen
Kostet das Media Creation Tool etwas?
Nein. Das Tool und der Windows-Download sind bei Microsoft kostenlos. Bezahlen musst du nur die Lizenz, also den Key, mit dem du Windows nach der Installation aktivierst.
Muss ich beim Erstellen des Mediums zwischen Home und Pro wählen?
Nein. Dasselbe Medium enthält beide Editionen – welche installiert und aktiviert wird, entscheidet dein Key. Ausnahme: Steckt im Gerät ein Firmware-Key, wählt das Setup ungefragt dessen Edition. Dagegen hilft unsere ei.cfg-Datei aus dem Download-Kasten oben auf dieser Seite.
Kann ich denselben Stick für mehrere PCs verwenden?
Ja. Das Installationsmedium selbst ist neutral und beliebig oft verwendbar. Jede Installation braucht aber ihren eigenen gültigen Key für die Aktivierung.
Wie lange dauert das Erstellen des Sticks?
Das hängt vor allem von deiner Internetverbindung ab, denn das Tool lädt mehrere Gigabyte herunter. Plane eher eine halbe Stunde als fünf Minuten ein und lass das Tool in Ruhe durchlaufen – auch wenn es zwischendurch scheinbar nichts anzeigt.
Mein Key hat ein N in der Bezeichnung – was bedeutet das?
N-Editionen sind Windows-Varianten ohne vorinstallierten Media Player. Wenn dein Key ein N enthält, melde dich am besten vor der Installation kurz bei unserem Support – so vermeidest du eine falsche Kombination aus Medium und Key.
Ich kann das Media Creation Tool nicht starten – woran liegt das?
Häufige Ursache bei neuen Geräten ist der S-Modus: Er lässt nur Apps aus dem Microsoft Store zu, heruntergeladene Programme starten nicht. Verlasse den S-Modus über den Microsoft Store, danach lassen sich normale Programme wie das Tool ausführen.
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