„Der Lizenzstatus dieses Computers konnte nicht überprüft werden"
Von der LizenzHafen-Redaktion · Stand: 24. August 2026
„Ein Problem hat verhindert, dass der Lizenzstatus dieses Computers genau überprüft werden konnte.“
Kurz gesagt
Diese Meldung ist kein Fehlercode und sagt nichts darüber aus, ob dein Schlüssel gültig ist. Sie bedeutet nur: Die Lizenzprüfung selbst ist gescheitert. Bei Office sind die zwei von Microsoft dokumentierten Hauptursachen ein versehentlich gesetzter Kompatibilitätsmodus und eine fehlende Berechtigung in der Registrierung. Beides lässt sich beheben, ohne etwas zu kaufen.
Woran es liegt
- Office läuft im Kompatibilitätsmodushäufig
Von Microsoft ausdrücklich als Ursache dokumentiert. Wurde für Word oder Outlook die Option „Programm im Kompatibilitätsmodus ausführen für" gesetzt – oft ungewollt durch einen Reparaturassistenten –, schlägt die Lizenzprüfung fehl. Das ist die am schnellsten zu prüfende Ursache.
- Ein Registrierungsschlüssel der Softwareschutzplattform fehlt oder hat falsche Berechtigungenhäufig
Ebenfalls offiziell dokumentiert: Fehlt der Unterschlüssel SoftwareProtectionPlatform oder hat der NETZWERKDIENST keine Berechtigung darauf, kann Office den Lizenzstatus nicht lesen. Tritt vor allem nach größeren Windows-Aktualisierungen auf.
- Der Softwareschutzdienst läuft nichthäufig
Ohne diesen Dienst kann weder Windows noch Office den Lizenzstatus ermitteln. Häufige Ursache: Auf dem PC wurde einmal ein Optimierungs- oder Datenschutzwerkzeug ausgeführt, das Dienste abschaltet.
- Falsche Systemzeit oder blockierte Verbindunghäufig
Die Lizenzprüfung ist zeit- und signaturabhängig. Weicht die Uhr des PCs deutlich ab oder blockieren VPN, Proxy oder eine Sicherheitssoftware die Microsoft-Server, scheitert die Prüfung – ohne dass mit dem Schlüssel etwas nicht stimmt.
- Mehrere Office-Installationen oder Schlüsselreste nebeneinandergelegentlich
Liegen zum Beispiel ein Microsoft-365-Abo und eine gekaufte Office-Version parallel, kann die Lizenzauswahl scheitern. Dann hilft es, überzählige Schlüssel zu entfernen.
So löst du es
1Den echten Lizenzstatus auslesen statt zu raten
Wann: Immer zuerst.
- Startmenü öffnen, „cmd" eintippen, Rechtsklick auf „Eingabeaufforderung", „Als Administrator ausführen".
- Für Windows: slmgr /dlv – zeigt Kanal, Teilschlüssel, Lizenzstatus und den Grund einer Benachrichtigung.
- Für Windows zusätzlich: slmgr /xpr – zeigt, ob die Aktivierung dauerhaft ist.
- Für Office: cscript "C:\Program Files\Microsoft Office\root\Office16\ospp.vbs" /dstatus
- Notiere dir einen dort angezeigten Fehlercode – er entscheidet über den weiteren Weg.
2Office: Kompatibilitätsmodus abschalten
Wann: Wenn die Meldung beim Start von Word, Excel, Outlook oder PowerPoint erscheint. Der offizielle Microsoft-Weg und die schnellste Prüfung.
- Alle Office-Programme schließen.
- Öffne den Ordner der betroffenen Anwendung: C:\Program Files\Microsoft Office\root\Office16 – bei 32-Bit-Office auf 64-Bit-Windows stattdessen C:\Program Files (x86)\Microsoft Office\root\Office16
- Klick mit der rechten Maustaste auf die Programmdatei, zum Beispiel WINWORD.EXE, und wähle „Eigenschaften".
- Wechsle auf das Register „Kompatibilität" und entferne das Häkchen bei „Programm im Kompatibilitätsmodus ausführen für".
- Klick auf „Einstellungen für alle Benutzer ändern" und entferne das Häkchen auch dort.
- Zweimal mit OK bestätigen und die Anwendung neu starten.
3Windows: Softwareschutzdienst neu starten
Wann: Wenn slmgr /dlv gar keine oder widersprüchliche Angaben liefert.
- Eingabeaufforderung als Administrator öffnen.
- Tippe: net stop sppsvc – Enter. Danach: net start sppsvc – Enter.
- Erneut prüfen: slmgr /dlv
- Alternativ über die Oberfläche: Windows-Taste + R, services.msc eingeben, den Dienst „Softwareschutz" suchen, Starttyp auf „Automatisch (verzögerter Start)" setzen und starten.
4Systemzeit und Verbindung prüfen
Wann: Wenn die Meldung sporadisch auftritt oder nach einem Netzwerkwechsel.
- Start > Einstellungen > Zeit und Sprache > Datum und Uhrzeit.
- „Uhrzeit automatisch festlegen" und „Zeitzone automatisch festlegen" einschalten.
- VPN-Software trennen und komplett beenden, dann erneut versuchen.
- Eine Sicherheitssoftware mit HTTPS-Prüfung testweise deaktivieren – sie bricht die verschlüsselte Verbindung zu den Lizenzservern auf.
5Office: überzählige Schlüssel entfernen
Wann: Wenn ospp.vbs /dstatus mehrere Schlüssel anzeigt.
- Eingabeaufforderung als Administrator öffnen und in den Office-Ordner wechseln: cd "C:\Program Files\Microsoft Office\root\Office16"
- cscript ospp.vbs /dstatus – die letzten fünf Zeichen der überzähligen Schlüssel notieren.
- Überzähligen Schlüssel entfernen: cscript ospp.vbs /unpkey:XXXXX
- Gewünschten Schlüssel setzen: cscript ospp.vbs /inpkey:XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX
- Aktivieren: cscript ospp.vbs /act
Wann ein neuer Schlüssel nötig ist – und wann nicht
So gut wie nie. Diese Meldung beschreibt eine gescheiterte Prüfung, keine Ablehnung deines Schlüssels – der Unterschied ist entscheidend. Ein neuer Schlüssel würde am selben Problem scheitern, weil die Prüfung ja gar nicht bis zu ihm vordringt. Wirklich unbrauchbar ist der Schlüssel nur, wenn die Diagnose einen der Sperr-Codes zeigt: 0xC004C003 oder 0xC004F051 (Microsoft hat gesperrt) oder 0xC004C020 (Aktivierungskontingent aufgebraucht). Lies deshalb erst den Status aus, bevor du irgendetwas kaufst.
Häufige Fragen dazu
Bedeutet diese Meldung, dass mein Schlüssel ungültig ist?
Nein. Sie besagt nur, dass die Lizenzprüfung nicht durchgeführt werden konnte. Über die Gültigkeit deines Schlüssels sagt sie nichts aus – dafür müsstest du den Status mit slmgr /dlv oder ospp.vbs /dstatus auslesen.
Hilft regsvr32 regwizc.dll, wie im Netz oft empfohlen?
Nein. Diese Datei gehört zum Aktivierungssystem von Windows XP. Auf Windows 10 und 11 existiert sie nicht mehr – der Befehl läuft ins Leere.
Repariert sfc /scannow das Problem?
Nur zufällig. Der Befehl repariert beschädigte Systemdateien. Fehlende Registrierungsberechtigungen oder einen gesetzten Kompatibilitätsmodus stellt er nicht wieder her.
Warum tritt das nach einem Windows-Update auf?
Weil größere Aktualisierungen Registrierungsschlüssel und Berechtigungen verändern können. Microsoft dokumentiert genau diesen Fall für den Unterschlüssel SoftwareProtectionPlatform.
Dein Problem steht nicht dabei?
Beschreib es hier. Du bekommst eine persönliche Antwort per E-Mail – kostenlos, auch wenn du nichts bei uns gekauft hast. Ist die Frage auch für andere nützlich, machen wir eine Lösungsseite daraus.
Quellen
- Microsoft Learn: Lizenzproblem beim Start einer Office-Anwendung ↗Nennt Kompatibilitätsmodus und fehlende Registrierungsberechtigung als Ursachen.
- Microsoft Learn: Probleme beim Office-Aktivierungsprozess ↗Beschreibt den Ablauf der Lizenzprüfung und typische Störungen.
- Microsoft Learn: Slmgr.vbs-Optionen ↗Dokumentiert /dlv und /xpr.
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