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„Dieser PC muss Secure Boot unterstützen" – die Ursache liegt woanders

Von der LizenzHafen-Redaktion · Stand: 18. September 2026

Das steht auf deinem Bildschirm

„Der PC muss den sicheren Start (Secure Boot) unterstützen.“

Kurz gesagt

Fast immer ist Secure Boot vorhanden, nur abgeschaltet. Der Haken: Secure Boot setzt den UEFI-Modus voraus, und der setzt eine Festplatte im GPT-Format voraus. Viele Windows-10-Rechner laufen noch mit der alten MBR-Aufteilung – deshalb startet der PC nach dem Einschalten von Secure Boot nicht mehr. Microsoft hat für die Umstellung ein eigenes Werkzeug, das die Daten erhält.

Woran es liegt

  • Secure Boot ist nur im BIOS abgeschaltethäufig

    Bei Geräten ab etwa 2016 ist die Funktion praktisch immer vorhanden. Bei selbst gebauten Rechnern ist sie oft ab Werk aus.

  • Die Festplatte ist noch im MBR-Formathäufig

    Das ist die eigentliche Ursache hinter dem halben Internet voller „hat bei mir nicht funktioniert"-Beiträge. Secure Boot verlangt den UEFI-Modus, UEFI verlangt eine GPT-Festplatte. Wer bei MBR nur CSM abschaltet, hat danach einen Rechner, der direkt ins BIOS startet statt in Windows.

  • TPM heißt beim Hersteller andershäufig

    Im BIOS steht selten „TPM". Bei Intel heißt es **PTT** (Platform Trust Technology), bei AMD **fTPM**. Viele suchen vergeblich nach dem Wort TPM und schließen daraus, ihr Gerät könne es nicht.

  • Der Prozessor ist wirklich zu altgelegentlich

    Das ist der einzige Fall, in dem nichts mehr hilft. Die Integritätsprüfung nennt dann ausdrücklich den Prozessor – nicht Secure Boot oder TPM.

So löst du es

1Schritt 1: herausfinden, woran es wirklich liegt

Wann: Immer zuerst – der Rest hängt vom Ergebnis ab.

  1. Windows-Taste + R, `tpm.msc` eingeben, Enter. Steht unter „TPM-Herstellerinformationen“ bei „Spezifikationsversion“ eine 2.0, ist TPM in Ordnung.
  2. Windows-Taste + R, `msinfo32` eingeben, Enter. Zwei Zeilen zählen: **BIOS-Modus** (UEFI oder Vorgängerversion) und **Sicherer Startzustand**.
  3. Steht bei BIOS-Modus „Vorgängerversion“ (Legacy), ist das der Knackpunkt – dann weiter mit Schritt 2.
  4. Steht dort bereits „UEFI“, reicht Schritt 3.

2Schritt 2: Festplatte von MBR auf GPT umstellen

Wann: Nur wenn msinfo32 „Vorgängerversion“ anzeigt. ⚠️ Vorher Daten sichern.

**Bitte zuerst eine Sicherung anlegen.** Das Werkzeug arbeitet datenerhaltend, aber es verändert die Aufteilung der Systemfestplatte. Wenn dabei etwas schiefgeht, hilft nur die Sicherung.

Voraussetzungen: 64-Bit-Windows, höchstens drei primäre Partitionen auf der Systemplatte, BitLocker vorübergehend ausgeschaltet.

  1. Eingabeaufforderung als Administrator öffnen.
  2. Zuerst nur prüfen, nichts ändern: `mbr2gpt /validate /allowFullOS`
  3. Meldet die Prüfung Erfolg, umstellen: `mbr2gpt /convert /allowFullOS`
  4. Scheitert die Prüfung, dasselbe aus der Wiederherstellungsumgebung versuchen: Umschalt-Taste gedrückt halten → Neu starten → „Problembehandlung“ → „Erweiterte Optionen“ → „Eingabeaufforderung“, dann `mbr2gpt /validate` und `mbr2gpt /convert`.
  5. ⚠️ Nach der Umstellung **nicht normal neu starten**, sondern direkt ins BIOS – im alten Modus würde der Rechner sonst nicht mehr hochfahren.

3Schritt 3: im BIOS umstellen

Wann: Nach der GPT-Umstellung – oder sofort, wenn bereits UEFI aktiv war.

  1. Beim Einschalten ins BIOS/UEFI (meist Entf, F2, F10 oder F12 – der Startbildschirm nennt die Taste).
  2. Boot-Modus von „Legacy“ auf **UEFI** stellen.
  3. **CSM** (Compatibility Support Module) ausschalten.
  4. **Secure Boot** einschalten.
  5. TPM einschalten – je nach Hersteller **PTT** (Intel) oder **fTPM** (AMD), meist unter „Security“ oder „Advanced“.
  6. Speichern und neu starten, danach `msinfo32` erneut prüfen: „UEFI“ und „Ein“.

4Wenn es danach immer noch nicht geht

BIOS-Aktualisierung des Mainboard-Herstellers einspielen – gerade bei Geräten von 2017 bis 2019 fehlte TPM-Unterstützung manchmal in älteren Fassungen.

Nennt die PC-Integritätsprüfung den **Prozessor**, ist Schluss. Dann bleibt Windows 10 – mit der Einschränkung, dass die verlängerten Sicherheitsupdates für Privatgeräte am 12. Oktober 2027 auslaufen.

Wann ein neuer Schlüssel nötig ist – und wann nicht

Für diese Sache gar nicht. Secure Boot, TPM und die Partitionsart haben mit der Lizenz nichts zu tun – ein fehlender oder unbekannter Schlüssel blockiert das Upgrade nicht. Und wenn Windows 10 bereits aktiviert ist, aktiviert sich Windows 11 derselben Edition anschließend in aller Regel von selbst. Ein Schlüssel wird nur gebraucht, wenn gar keine gültige Lizenz vorhanden ist oder gleichzeitig von Home auf Pro gewechselt werden soll.

Häufige Fragen dazu

Warum startet mein PC nicht mehr, nachdem ich CSM ausgeschaltet habe?

Weil die Festplatte noch im MBR-Format ist. Ohne CSM startet der Rechner im UEFI-Modus, und der findet auf einer MBR-Platte kein startfähiges Windows. CSM wieder einschalten, dann die Platte mit mbr2gpt umstellen.

Gehen bei der Umstellung auf GPT meine Daten verloren?

Das Werkzeug von Microsoft arbeitet datenerhaltend. Trotzdem gilt: vorher sichern. Es verändert die Aufteilung der Systemfestplatte, und dabei kann grundsätzlich etwas schiefgehen.

Ich finde im BIOS kein TPM.

Es heißt dort meist anders: PTT bei Intel-Systemen, fTPM bei AMD. Zu finden unter „Security“ oder „Advanced“.

Blockiert ein fehlender Produktschlüssel das Upgrade?

Nein. Die Prüfung der Systemanforderungen und die Aktivierung sind zwei getrennte Dinge. Ein unbekannter Schlüssel ist nie der Grund für diese Meldung.

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Quellen